Fleischerinnung Bonn-Rhein-Sieg Advertisement
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04.09.2010
 
 
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„Prost, Mahlzeit und Waidmannsheil“

von Jochen Wagner - Quelle: Rheinland Reporter/Rheinland 24 vom 02.12.2008

Wildwurst avanciert zum Hochgenuss
Hans-Dietrich Genscher als Schiedsrichter bei Wildwurstqualitätsprüfung

Bonn/Pech. Heimische Jäger, das hiesige Fleischerhandwerk und die Kundschaft sind zufrieden mit der Verarbeitung der örtlichen Wildstrecke. Die Nachfrage nimmt zu. Unter der Regie der rund 80 Betriebe zählenden Fleischerinnung Bonn/Rhein-Sieg und Kreisjägerschaft Bonn fand kürzlich die 3. Wildwurstqualitätsprüfung statt.

Schirmherr war der frühere Bundesaußenminister Hans-Dietrich Genscher. Innungs-Obermeister Adalbert Wolf und Hans-Dietrich Genscher hätten als Pecher Nachbarn eine Fahrgemeinschaft bilden können. Mit in der Jury auch der Präsident des Deutschen Schlachterhandwerks, Manfred Rycken – sowie Gerd Jung, Geschäftsführer der Kreisjägerschaft Bonn. Sie bewerteten insgesamt 122 Produkte aus 31 bundesweiten Betrieben und aus dem Pustertal in Südtirol. Adalbert Wolf: „Jedes Produkt wird von drei Testern geprüft.“ Sieger des begehrten Clemens-August-Pokals wurde Lars Schnaut aus Lollar in Hessen. Seine gekochte Wildmettwurst schmeckte auch Jury-Mitglied Hans-Dietrich Genscher am besten. Mit „ausgezeichnet“ schnitt auch die Metzgerei Breuer aus Bornheim mit ihrem Wildschweinschinken ab. Obermeister Wolf brachte rund ein Dutzend Medaillen in Gold, Silber und Bronze für seine Wildsalami, Wildbierwurst, Wildschinken und andere leckere Produkte vom Bonner Ernährungsministerium mit nach Pech zurück. Jury-Mitglied Hans-Dietrich Genscher wurde mit einem reichlich gefüllten „Fresskorb“ für seine Bewertungen belohnt.

Jäger Fritz Kläser aus Werthhoven: „Wir sind froh, dass unser Wild gleich vor Ort von Fleischer-Fachkräften frisch zu Spitzenprodukten verarbeitet wird. Das wertet unsere Arbeit als Jäger im Ländchen auf.“ Übrigens: Originellstes Produkt war eine Buddelwurstsalami, in der eine kleine Flasche "Kümmerling" eingearbeitet worden war. Dazu passt der Spruch „Prost, Mahlzeit und Waidmannsheil“ ganz gut. Hans-Dietrich Genscher als Schiedsrichter bei Wildwurstqualitätsprüfung


Gekochte Mettwurst überzeugte Jury


Von LENA DIESING, 05.11.08, 07:18h - Quelle: Rhein-Sieg Rundschau

BONN / RHEIN-SIEG-KREIS. „Hervorragend" findet Hans-Dietrich Genscher die Wildsalami. Der ehemalige Bundesaußenminister ist Schirmherr der dritten Deutschen Wildwurstqualitätsprüfung. Hinter diesem komplizierten Fachausdruck verbirgt sich ein Wettbewerb der Fleischer-Innung Bonn Rhein-Sieg. 122 Produkte aus Wildfleisch von 31 Betrieben aus ganz Deutschland werden getestet. In sechs Kategorien gibt es Sieger, das beste Produkt insgesamt gewinnt am Ende den Clemens-August-Pokal.

Ob die Wildsalami wirklich so hervorragende Chancen auf den Pokal hat, wie Genscher meint? Fleischermeister Karl-Gustav Sprenger kann das nur bestätigen, nachdem er mit seinem Messer ein wenig in der Wurst herumgepiekst hat: „Fleisch und Fett sind sehr gleichmäßig, die Wurst ist außen nicht zu trocken - und der Geschmack ist auch sehr ausgewogen und nicht zu pfeffrig." Das mache eine gute Salami aus. „Der Geschmack ist natürlich oberstes Kriterium!", betont auch Veterinärmediziner Stefan Leopold am Nachbartisch. Genau deswegen bekommt der Wildschweinschinken vor seiner Nase Punktabzug.

Wie jedes Produkt an diesem Tag wird der Schinken von drei Testern begutachtet, einem Jäger, einem Metzger oder Sachverständigen und einem Verbraucher. Bedächtig nehmen die drei eine hauchdünne Scheibe Schinken in den Mund und schmecken angestrengt und bewusst. Der Jäger in der Runde, Gert Jung, erklärt stirnrunzelnd das Urteil: „Das schmeckt nicht so richtig nach Wild, das erwartet man bei einem so hochklassigen Produkt anders."

Also macht Verbraucher Bruno Sperling ein Kreuz auf dem Bewertungsbogen - das bedeutet einen Punkt Abzug. Es kommen noch andere hinzu: Die Rußflecken seien normal, sind sich die drei einig, aber der perfekte Schinken darf keine Rußflecken haben. Am Ende werden es 45 von 50 Punkten für den Wildschweinschinken. Keine Chance auf den Pokal, sagt Leopold: „Der Schinken ist okay, aber wir suchen den perfekten."

Letztlich war es dann auch kein Schinken, der den Clemens-August-Pokal gewann, sondern eine gekochte Mettwurst. Die „Wildgekochte" hatte nicht nur in der Einzelkategorie abgeräumt, sondern überzeugte nachher in der Endausscheidung die ganze Jury wegen ihres Geschmacks, Aussehens und ihrer Herstellung. Die Metzgerei Schnaut aus Lollar in Hessen darf sich nun den stattlichen Pokal in den Laden stellen.

Aus der hiesigen Region gab es auch einen Sieger: In der Kategorie „Rohpökelware" war die Metzgerei Breuer aus Bornheim am besten. Deren Wildschweinschinken war nämlich nicht okay, sondern perfekt.


31.10.2007 - Quelle: Rhein-Sieg Rundschau

Gams-Salami und Mufflonschinken

VON HENNING HOCHRINNER

HENNEF. Um die Wurst ging es im Berufskolleg Hennef, genau genommen um die Wildwurst. Bei der zweiten Deutschen Wildwurstqualitätsprüfung der Fleischer-Innung Bonn / Rhein-Sieg wurden Wildwurstprodukte aus ganz Deutschland getestet und bewertet. 27 Betriebe mit insgesamt 112 Produkten ließen ihre Wildspezialitäten von den Juroren beurteilen; darunter auch recht ungewöhnliche Produkte, wie zum Beispiel Gams-Salami, Kaminwurz vom Rothirsch oder Mufflonschinken. Allein acht Betriebe kamen aus der Region Bonn Rhein-Sieg.
Am meisten überzeugte die Jury die Tiroler Hirschwurst von Lars Schnaut aus Lollar in der Nähe von Gießen. Für das innovativste Produkt erhielt er den Clemens-August-Pokal der Fleischer-Innung Bonn / Rhein-Sieg. Aber auch viele weitere Metzger durften sich über eine Goldmedaille freuen. Adalbert Wolf, Obermeister der Fleischer-Innung, betont das hohe Qualitätsniveau: „Wer gewinnen will muss schon alles vereinen, von der äußeren Verpackung bis zur Qualität der Wurst. Die vielen Auszeichnungen zeigen aber deutlich, wie gut die Qualität ist.“ Am wichtigsten für die Bewertung sei natürlich der Geschmack der Wurst, so Wolf. Für eine objektive Bewertung der Wurst sorgten sechs Juryteams aus je einem Metzger, einem Jäger, und einem Verbraucher. Niko Milz, der als Verbraucher in der Jury saß, legte vor allem Wert auf den Geschmack. „Die meisten Wildwürste schmecken anders als herkömmliche Wurst, das bringt Abwechslung.“
Die Region Bonn / Rhein-Sieg ist in Sachen Wildfleisch sehr gut gestellt, vor allem Wildschweine und Rehe werden gejagt, wie Klaus Mann, Vorsitzender der Jägerschaft Bonn, berichtete. „Den Wildbeständen in der Region geht es prächtig, sie sind sehr stabil und vor allem im Falle des Wildschweins ist die Bejagung absolut notwendig“, sagte Mann. Um die Verbraucher besser zu erreichen und die Qualität der Wildprodukte sicherzustellen, haben sich die Kreisjägerschaft und die Fleischer-Innung Bonn / Rhein-Sieg zur Wildvermarktungsgesellschaft zusammengeschlossen. Frank Jäger, Geschäftsführer der Fleischer-Innung, sieht einen Verdienst der Wildvermarktungsgesellschaft darin, dass Wildfleisch bei den Kunden immer beliebter wird. „Wild kommt sehr gut bei den Verbrauchern an, aber viele wissen gar nicht, wie viele Produkte es gibt, die zur Wildwurst verarbeitet werden können“, meint er und fügt an: Durch die Kooperation zwischen Jägern und Fleischern habe man die Sicherheit, dass die Fleischqualität hoch ist. Das geschehe vor allem durch kürzere Wege zum Metzger, so Jäger weiter.

29.10.2007 - Quelle: Rhein-Sieg Anzeiger

Metzger-Wettstreit um Wildwurst-Ideen


VON JULIA HOHENADEL

VON JULIA HOHENADEL

Hennef - Gams-Salami, Wildschwein-Rouladen und Kaminwurz"n vom Rothirsch - am Wochenende wetteiferten im Berufskolleg ausgefallene Wurstkreationen um den Titel der besten Deutschen Wildwurst. Frei nach dem Motto: Kurios, aber delikat, reichten insgesamt 27 Metzgereien aus ganz Deutschland ihre Wurst gewordenen Ideen ein. Die Fleischerinnung Bonn / Rhein-Sieg und die Kreisjägerschaft hatten zuvor zur Zweiten Deutschen Wildwurstqualitätsprüfung aufgerufen. Was sperrig klingt, war in Wahrheit ein Wettstreit der Superlative - insgesamt 112 zarte Versuchungen aus Hase, Reh, Wildschwein und anderen Vierbeinern waren als Bewerbungen eingegangen. Dabei überzeugte Adalbert Wolf, Obermeister der Fleischerinnung Bonn / Rhein-Sieg, bereits der erste Blick auf die Wertungsobjekte: „Wir haben sehr hochwertige und innovative Produkte dabei.“ Gemeint war da vor allem eine extravagante Salami-Schöpfung von der Gemse. Die Jury, bestehend aus Gruppen mit jeweils einem Fleischer, einem Jäger und einem Laien, bewertete mit empfindlichem Gaumen und scharfem Auge Kriterien wie Innovation, äußeres Erscheinungsbild, Geruch und Geschmack. Nach vier Stunden kritischen Verkostens stand der Sieger schließlich fest: Der imposante Clemens-August-Pokal für die beste Wildwurst ging in die Nähe von Gießen. Deren Tiroler Hirschwurst hatte alle anderen am Ende buchstäblich aus dem Feld geschlagen.


26.06.2007 Quelle "General Anzeiger Bonn"

Gute Perspektiven im Fleischerhandwerk

30 junge Leute feiern ihre Lossprechung auf einer Schiffstour

Den erfolgreichen Abschluss ihrer Ausbildung haben 30 Fleischer und Fleischereifachverkäuferinnen auf einer Schiffstour von Bonn nach Linz gefeiert. Die traditionelle Lossprechung durch die Fleischerinnung Bonn-Rhein-Sieg soll verdeutlichen, daß die jungen Männer und Frauen in Zukunft beruflich für sich selbst verantwortlich sind. Die besten Absolventinnen bei den Fleischereifachverkäuferinnen waren Sabrina Ringle aud Troisdorf und Stefanie Weber aus Niederkassel. Bei den Fleischern erzieten Stephan Rieck und Eduard Schneider aus Rheinbach die besten Ergebnisse. Die Fleischerinnung überreichte allen Absolventen ihre Gesellenbriefe. Im Rahmen der dreijährigen Ausbildung hatten die jungen Leute unter anderem das Einkaufen, Zerlegen und Anrichten von Fleisch gelernt. Im dritten Ausbildungsjahr setzten sie verschiedene Schwerpunkte, wie beispielsweise das Vorbereiten von Buffets in der Sparte Partyservice. Für die Zukunft haben die jungen Fachkräfte nun die Möglichkeit, die Meisterschule zu besuchen und eine eigene Metzgerei zu eröffnen. Im Fleischgewerbe sind die Berufsaussichten im Vergleich zu anderen Ausbildungsberufen vergleichsweise gut, so die Innung.

fuc

08.11.2006 Quelle "Rhein-Sieg Rundschau"

Ahle Wurscht schmeckte ausgezeichnet
Metzger-Premiere: Deutsche Wildwurstqualitätsprüfung

von MARKUS CARIS
HENNEF. Die Herren und Damen ließen sich ein gutes Stück nach dem anderen auf der Zunge zergehen, gaben leicht schmatzend Wohllaute von sich und lobten Duft, Würze und Geschmack. Hätte man mit verbundenen Augen dabeigestanden, dann hätte man sich in einer Runde von Gourmets gewähnt, die Leckeres in einem neuen Speisetempel gustieren. Doch dazu passte das Ambiente überhaupt nicht.
Die Runde saß nämlich in den nüchtern wirkenden Räumen des Berufskollegs Hennef. Einige hatten weiße Kittel an wie Wissenschaftler in einem Labor. So sollte es auch sein. Schließlich wurden strenge Kriterien angelegt. In Hennef fand eine Wurstprüfung statt. Und was für eine. Die "erste deutsche Wildwurstqualitäts-prüfung". Zwar gibt es jede Menge Wurst- und Lebensmittelprüfungen, die mit Gold-, Silber- und Bronzemedaillen für ausgezeichnete Produkte enden. Aber bisher gab es in ganz Deutschland noch keine Wildwurstqualitätsprüfung. Alle Metzger werden davon erfahren. In Hennef war nämlich auch ein Journalist der Allgemeinen Fleischerzeitung, Organ des Deutschen Fleischerverbandes, Sitz Frankfurt.
Stolz war Metzger Adalbert Wolf aus Wachtberg als Obermeister der Fleischer-Innung Bonn/Rhein-Sieg. Denn sie war die Veranstalterin dieser Premiere. Auf den Tisch kamen so herzhafte Erzeugnisse wie Frischlingssalami, Bierschinken mit Pistazien, Wildsülze mit Pfifferlingen, Tiroler Jagdwurst, Wildschweinschinken mit Rosmarin, Leberwurst mit Preiselbeeren, Hirschkalbschinken oder Rehmettwurst im Ring. Insgesamt wurden zur Prüfung 103 solcher Produkte des deutschen Fleischerhandwerks hauptsächlich aus Bayern, Thüringen und NRW eingereicht und vor den Prüfern ausgebreitet.
Dann gings los mit Anschauen, Riechen, Schmecken. Und das in einer Tour. Zwar lag auch Weißbrot auf den Tischen, aber da kam die Wurst nicht drauf. Das trockene Brot diene zwischendurch zum Neutralisieren des Geschmacks, hieß es. Man könne auch einen Schnaps nehmen, sagte ein Juror dazwischen. Das Fett aus der Wurst setze sich nämlich auf der Zunge ab und belege die Geschmacksknospen, so dass man nicht mehr so gut schmecken könne. Also muss Fett runter von den Knospen, in Hennef geschah das mit Brot. Geprüft wurde in den Sparten Rohwurst, Brühwurst, Kochwurst und Kochpökelware. Insgesamt gab es unter anderem auch mit Geschäftsführer Gerd Jung von der Kreisjägerschaft Bonn und Kreisveterinärrat Dr. Klaus Mann fünf Prüfungsteams. Jeweils mit drei Personen: einem Metzger, einem Jäger und einem Verbraucher. Letztere wurden wahllos in Metzgereien angesprochen und gefragt, ob sie mitmachen wollten. Außer Gold-, Silber-und Bronzemedaillen gab es für den Gesamtsieger den neu geschaffenen Clemens-August-Pokal der Fleischer-Innung Bonn/Rhein-Sieg, der an die Landfleischerei Carsten Neumeier in Hessen ging für eine "Walburger Wildschwein Ahle Wurscht". Mit der neuen Prüfung will die Innung auch den regionalen Vermarktungsgedanken fördern im engen Kontakt von Jäger und Metzger vor Ort. Übrigens gab es nicht nur Wurst, Brot und Wasser. Ein Tisch stand voller Kuchen und Kaffee. Ein Prüfer erklärte, bei soviel Herzhaftem verlange der Körper irgendwann nach Süßem. Deshalb gebe es ja auch bei einem Menü immer das Dessert.

19.September 2006, Quelle: "General Anzeiger"

Von Johanna Risse

Hohes Qualitätsbewußtsein - Jubiläum: 100 Gäste feiern 125-jähriges Bestehen der Fleischerinnung Bonn-Rhein-Sieg. Gammelfleisch bringt neue Kunden

"Trotz Kriege oder BSE haben wir es geschafft, durch unsere traditionell hochwertige Produktqualität das Verbrauchervertrauen immer wieder zu rechtfertigen." Wenn Obermeister Adalbert Wolf das unternehmerische Credo der Bonner FLeischerfachgeschäfte, die Mitglied der Fleischerinnung Bonn-Rhein-Sieg sind, beschreibt, dann gesht es um das hohe Qualitätsbewußtsein. Am Sonntag stießen die Innungsmitglieder im Waldcafe in Holzlar außerdem auf das 125-jährige Bestehen der Innung an. Begonnen hatte der Festakt mit einem ganz besonderen Ereignis: Im Bonner Münster wurde zum ersten Mal die neue Zunftfahne vorgestellt und eingeweiht. Auf dem Banner sind die Drachenburg und das Motto "Tradition erhalten, Zukunft gestalten" zu sehen, unter dem sich die Organisation im Jahre 1998 erheblich erweitert hatte: Die im Jahr 1880 gegründete Fleischerinnung Bonn fusionierte mit der Innung im Rhein-Sieg Kreis. "Obwohl anfangs mit erheblicher Skepsis betrachtet entwickelt sich die Gesamtinnung als eine hervorragende Lösung für alle Fleischereien", erklärte Adalbert Wolf. Während der Feier gab es allerdings auch ein Thema, das die Innungsmitglieder mit Sorge betrachteten. "Seit einigen Wochen sorgt der sogenannte Gammelfleischskandal für Unsicherheiten in der Kundschaft", begann Kurt Härtel, Vizepräsident des Deutschen Fleischerverbandes sein Grußwort. Duch ihren guten Ruf und das geschlossenen Innungsleben hätten die Bonner Betriebe dennoch neue Kunden in ihren Filialen begrüßen können, sagte Härtel: "Ihre innung weiß, dass Fleischer zu sein mehr ist als ein Beruf. Es ist eine Berufung." Nach den Grußworten wurden drei langjährige Mitglieder geehrt: Toni Axer, Johann Wingen und Adolf Blanke erhielten für 50 Jahre "meisterlichen Wirkens" der Goldenen Meisterbrief der Fleischerinnung

15. Juni 2006 Quelle: "Rhein-Sieg-Anzeiger", Ressort Bonn.

Her mit der Halbzeitwurst
Bonner Metzger Adalbert Wolf serviert seine eigene WM-Spezialität
Die Fleischerinnung hält das Patent auf den handlichen Snack mit genauer Pausen-Länge.

VON JENS HÖHNER

Bonn/Rhein-Sieg-Kreis - Die Spiele vor dem großen Fußballspektakel hat sie locker gemeistert, nach nur wenigen Partien war sie prompt qualifiziert. Für Adalbert Wolf aus Bonn-Wachtberg war's ohnehin keine Frage: Sie muss einfach dabei sein, wenn in den Stadien der Ball rollt und Fußballenthusiasten zu Hause immer tiefer in den Chipstüten fischen. Geht's nach dem Obermeister der Fleischerinnung Bonn/ Rhein-Sieg, dann gehört solches Knabberzeug längst ins Abseits.

Er hat sie nämlich erschaffen, die "Halbzeitwurst", verpackt in schicker weißer Pelle, dekoriert - natürlich - mit schwarz-rot-goldener Farbenzier. Und Deutschland hat anscheinend drauf gewartet.

"Die Dinger gehen weg wie nichts", frohlockt Adalbert Wolf, der die 250 Gramm schwere Fleischwurst im handlichen 15-Zentimeter-Format am liebsten bei Bier und Brötchen verputzt. Die Länge - die Dicke liegt bei etwa fünf Zentimetern - sei übrigens auf die Dauer der Halbzeitpause ausgerichtet. "In dieser Zeit kann man die Wurst bequem verzehren", zitiert Wolf Testergebnisse.

Die Idee sei ihm übrigens auf dem grünen Rasen gekommen, schildert der 43-jährige Mittelfeldstratege des Bonner Fußballklubs FC Pech. "Denn in der Halbzeit haben wir eigentlich immer Hunger und Durst", schildert Wolf, der sich allerdings nicht fragen lassen will, ob er denn nach besagten Testspielen zugenommen habe. Mit einem Fettanteil von 19 Prozent sei die Wurst aus Rind- und Schweinefleisch doch recht mager, urteilt der Erfinder, der sich sein herzhaftes Zwischenspiel beim Marken- und Patentamt in München hat schützen lassen für die nächsten zehn Jahre - freilich mit Option auf eine Vertragsverlängerung. Der Begriff "Halbzeit" gehört als Marke nun der Innung, Nicht-Innungsmetzger dürfen Kunden somit keinen fleischlichen "Halbzeit"-Genuss servieren. Sonst gibt's "rot".



17.06.06 Generalanzeiger Bonn

Fleischwurst mit Pausenlänge

Die "Halbzeitwurst" stillt den Hunger in der Viertelstunde zwischen Ab- und Anpfiff - Fleischerinnung ließ sich Patent ausstellen und lässt sie dauerhaft im Angebot

Von Ayla Jacob

Bonn. Ballack, Podolski und Schweinsteiger stehen auf dem Fußballplatz und wollen Deutschland zum WM-Titel schießen. In den heimischen Wohnzimmern sitzt die Nation und fiebert mit. Da bleibt keine Zeit für Chips, Gummibärchen oder Grillfleisch.

Nur die Viertelstunde zwischen den Halbzeiten bleib dem Fußballbegeisterten, um seinen Hunger zumindest ein wenig zu stillen. Adalbert Wolf, Obermeister der Fleischerinnung Bonn-Rhein-Sieg, weiß Rat: 250 Gramm, 20 Prozent Fett, 12,8 Prozent Eiweißanteil. Die "Halbzeitwurst". Die Idee zu der Wurst entstand während einer langen Vorstandssitzung der Fleischerinnung Bonn-Rhein-Sieg.

"Ich habe vorgeschlagen, Halbzeit zu machen und eine Wurst zu essen", erzählt Adalbert Wolf, der selbst 30 Jahre lang für den SV Wachtberg und den FC Pech auf dem grünen Rasen aktiv war. Das war die Geburtsstunde der "Halbzeitwurst", denn aus dem Gag wurde Ernst.

Eine kleine, handliche Fleischwurst, die man in der Halbzeitpause verputzen kann, sollte es sein, so Wolf. Am 9. Dezember 2004 war es so weit: Die Innung meldete ihre Wurst beim Patentamt an, am 9. Februar 2005 wurde sie eingetragen.

"Zwei Monate vor der WM haben wir dann angefangen, die Halbzeitwurst ins Sortiment aufzunehmen", sagt Wolf, denn "die WM ist ein guter Aufhänger gewesen". Doch auch wenn das Finale in Berlin schon längst abgepfiffen ist und der neue Weltmeister feststeht:

Die "Halbzeit-Produkte" - die 79 Metzger der Innung verkaufen unter anderem auch "Halbzeitgriller" und "Halbzeitfreunde" - gibt es immer noch. "Wir wollen sie ins Sortiment aufnehmen, denn Fußball wird immer gespielt", sagt Wolf.


07.07.2005 Quelle : General Anzeiger

Lossprechung der Fleischerinnung Bonn-Rhein-Sieg

Eine Schifffahrt auf dem Rhein war für 19 junge Fleischer und Fleischerei-Fachverkäufer(-innen) der Rahmen ihrer Lossprechungsfeier. Den Abschluss ihrer Berufsausbildung feierten sie mit Familien, Berufsschullehrern und den Lehrern des Prüfungsausschusses auf der "MS Theresia". Mit an Bord waren Obermeister Adalbert Wolf, sein Stellvertreter Ludger Schmitz und der Geschäftsführer der Fleischerinnung, Frank Jäger. Der Obermeister gratulierte den Absolventen und überreichte ihnen ein Zeugnis sowie eine Uhr mit der "F-Marke" dem neuen Zeichen der Fleischer. Besonders ausgezeichnet wurden die Prüfungsbesten. Claudia Seffern aus Windeck und Julia Glückmann aus Troisdorf erhielten als beste Fleischereifachverkäuferinnen jeweils einen Blumenstrauß sowie ein Buch über das Lebensmittelhandwerk. Ein Fleischerbeil nahmen Martin Winkler und Marcus Härig aus Sankt Augustin als beste Absolventen bei den Fleischern entgegen. Wolf wünschte den Berufsstartern Glück bei der Arbeitsplatzsuche. Die Aussichten in der Branche seien vergleichsweise gut.

19.07.2004 Quelle : Bonner Rundschau

Kinderfleischwurstpokal für Bonn

Gleich zwölf Fleischerei-Fachverkäuferinnen und neun Fleischer wurden bei der Lossprechungsfeier der Fleischerinnung Bonn-Rhein-Sieg als frisch gebackenen Gesellen ins Berufsleben entlassen. Bei den Feierlichkeiten auf dem Schiff "MS Theresia" wurden die Prüfungsbesten Janina Schiefke (Metzgerei Hielscher, Sankt Augustin), Oliver Arnold (Metzgerei H.G. Müller GmbH, Troisdorf) und Phillip Schnitzler (Metzgerei Peter Johann Schnitzler, Swisttal) besondere Ehre zuteil. Außerdem überreichte Manfred Rycken, Präsident des Deutschen Fleischerverbandes, den "Kinderfleischwurstpokal" an die Metzgerei Norbert Bülter aus Bonn. Bei diesem Wettbewerb, der eine Erfindung von Innungsobermeister Adalbert Wolf ist, stellen sich auf der Internationalen Fachmesse für Fleischwaren (IFFA) in Frankfurt die Metzger nicht dem professionellen Urteil ihrer Kollegen, sondern dem einer ansässigen Schulklasse. Und dieser schmeckte die Bonner Fleischwurst in diesem Jahr am besten.

19.07.2004 Quelle : General-Anzeiger

Kinderfleischwurstpokal geht nach Bonn

Viel zu feiern hatte die Fleischerinnung Bonn-Rhein-Sieg am Wochenende - und das tat sie ausgiebig bei einer Schifffahrt auf der MS Theresia. So erhielt Norbert Bülter den "Kinderfleischwurstpokal" aus den Händen von Manfred Rycken, Präsident des Deutschen Fleischerverbandes und stellvertretender Präsident des Zentralverbandes des Deutschen Handwerks. Die Bonner Fleischerei hatte auf der Internationalen Fachmesse für Fleischwaren (IFFA) in Frankfurt am Main an einem besonderen Wettbewerb um die beste Fleischwurst teilgenommen und gewonnen: Nicht Kollegen vom Fach, sondern eine Schulklasse bildete die Jury und kürte die Wurst von Norbert Bülter zur besten. Dass der "Kinderfleischwurstpokal" diesmal nach Bonn geht, dürfte Adalbert Wolf, Obermeister der Fleischerinnung Bonn-Rhein-Sieg, besonders freuen: Er ist es, der diesen Wettbewerb vor drei Jahren ins Leben gerufen hatte. Ebenfalls ausgezeichnet wurde Ehrenobermeister Heinrich Wendel. Er erhielt den Goldenen Meisterbrief für 50 Jahre "meisterliches Wirken". Heinrich Wendel hatte 1954 seine Meisterprüfung abgelegt. Mehr als 20 Jahre leitete der heute 75 jährige die Geschicke der Fleischerinnung Bonn. Im Jahr 1998 wurde er zum Ehrenobermeister der Innung ernannt. Zunächst und vor allen Dingen wurde auf dem Schiff die Lossprechungsfeier der 21 neuen Gesellen gefeiert. Zwölf Fleischerei-Fachverkäuferinnen und neun Fleischer erhielten den Gesellenbrief. Als beste Fachverkäuferin schnitt Janina Schiefke aus Sankt Augustin ab. Bei den Fleischern sind Oliver Arnold aus Windeck und Phillip Schnitzler aus Swisttal spitze.

26.05.2004 Quelle : AFZ
Mit einem stimmgewaltigen "Wutz, Wutz!" beendeten die Juroren jeden Durchgang beim "Kinder-Fleischwurst-Pokal", der zu einem besonderen Highlight unter den sieben Fachwettbewerben zur IFFA in Frankfurt wurde. Obermeister Adalbert Wolf aus der Innung Bonn/Rhein-Sieg, der Vater dieser nun schon zum dritten Mal vom Fleischerverband Nordrhein-Westfalen durchgeführten Prüfung, DFV-Präsident Manfred Rycken und Lehrerin Heike Gratz-Wüllner hatten gemeinsam mit den neunjährigen Prüfern das große und kleine Publikum voll auf ihre Seite.



30/31.01.2003 Quelle : AFZ
Anlässlich des Parlamentarischen Skattuniers versorgte die Fleischer Innung Bonn-Rhein-Sieg in Berlin 150 Parlamentarier und Journalisten mit deftigen Spezialitäten aus dem Rheinland .Aus Bonn an die Spree wurden Erbsensuppe mit Würstchen , Fleischkäse , Weißwürste und verschiedene Salate geliefert .Auch die Blutwurst hat nicht gefehlt .So erläutert der Obermeister Adalbert Wolf , dass man mit einer original rheinischen Blutwurst („Flönz“) den kulinarischen Brückenschlag zwischen dem alten und dem neuen Regierungssitz am besten schafft .Sichtlich erfreut über die Köstlichkeiten aus dem Rheinland zeigte sich Bundestagspräsident Wolfgang Thierse .



29. Juli 2002 Bonner Rundschau Die Fleischer Innung Bonn-Rhein-Sieg besuchte das neue Bundesamt für Verbrauchgerschutz un BN-Duisdorf. Auf dem Bild v.l. Oliver Baum , Dirk Haerten (Hauptgeschäftsführer beim FIV NRW) ,Dr.Christian Grugel ( Chef des Bundesamtes für Verbaucherschutz ) und Obermeister Adalbert Wolf



23.11.2002 Quelle: AFZ Wenn es darum geht , Fleisch und Wurst als Energiespender in den Mittelpunkt zu rücken , ist die Innung Bonn-Rhein-Sieg ganz vorn dabei .Obermeister Adalbert Wolf ( rechts ) nutzt die Gelegenheit , als sein Innungs-kollege Norbert Bülter beim Schwimmwettkampf um den Annemarie Renger Pokal antrat .Zum 25.Mal wurde das Wettschwimmen um die von der ehemaligen Bundestagspräsidentin gestifteten Trophäe ausgerichtet.Zusammen mit Vorstandskollegen Ludger Schmitz und dessen Sohn Matthias übergab OM Wolf den 4 Wettkämpfern publikumswirksam eine geballte Ladung „Kraftfutter“ in Form eines Präsentkorbes und ein Plüsch-Schwein als Maskottchen .



24.02.2003 Der nordrhein-westfälische Fleischwurstpokal ist längst eine Einrichtung mit Tradition und Renommee in der Branche geworden .Schon im letzten Jahr hatten sich die Organisatoren auf Anregung des Bonner Obermeisters Adalbert Wolf etwas Besonderes einfallen lassen :Sie luden Kinder zum Probekosten ein. Dieses Mal waren rund 20 Kinder einer Bochumer Grundschule als Juroren eingeladen worden , um den Geschmack und die Erwartungshaltung der Kinder einmal ganz spontan und unmittelbar in Erfahrung zu bringen .Die Kinder probierten verschiedene Fleischwürste Bochumer Mitgliedsbetriebe und hatten sichtlich viel Spaß dabei

 
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